Quelle und weitere Infos: http://www.heise.de/newsticker/meldu...er-905183.htmlErsten Analysen des Antivirenherstellers McAfee zufolge nutzten die vermutlich chinesischen Angreifer bei ihrem Einbruch eine bislang unbekannte Sicherheitslücke im Internet Explorer aus. Die Lücke findet sich in den Versionen 6, 7 und 8 und lässt sich missbrauchen, um über eine manipulierte Webseite Code in einen Windows-Rechner zu schleusen und zu starten. Die Angreifer nutzten dies, um einen Trojaner-Downloader in den angegriffenen Rechner zu schleusen. Der lud wiederum über eine SSL-gesicherte Verbindung weitere Module von einem Server nach, unter anderem eine Backdoor, mit der die Angreifer aus der Ferne Zugriff auf den Rechner hatten. Die Links zu den präparierten Webseiten wurden wohl an ausgesuchte Mitarbeiter in den jeweiligen Firmen per Mail gesendet.
Aufgrund der bei der Analyse der Malware gesammelten Daten glaubt McAfee, dass der konzertierte Angriff gegen Google, Adobe und Dutzende weiteren US-Firmen, darunter wahrscheinlich auch Yahoo, Symantec, Juniper Networks, Northrop Grumman und Dow Chemical, unter dem Codenamen "Aurora" ablief. Zumindest sollen Pfadnamen in den Binaries Rückschlüsse darauf zulassen. Zunächst war spekuliert worden, dass für die gezielten Angriffe präparierte PDF-Dokumente verwendet wurden – in den letzten zwei Jahren ein beliebtes Mittel der Angreifer, deren Spuren regelmäßig nach China führen. Zuletzt wurde ein derart großer Feldzug (Ghostnet) bei Angriffen auf ausländische Regierungen im März 2009 bekannt.


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