Langsam wird es ernst, die letzten IPv4 Adressen verschwinden zusehends und vielen Anwendern wird vermutlich nicht mal klar sein, dass sich die Adressvergabe für das Internet bald grundlegend ändern soll.
Schön wäre es daher, wenn wir in diesem Thema alle wichtigen Informationen zum Thema IPv6 sammeln und wichtige Fragen vielleicht schon im Voraus beantworten könnten.
Das Wichtigste zuerst, was ist IPv6 überhaupt?
Das Internet Protocol Version 6 (IPv6) ist der Nachfolger des derzeit verwendeten Internet Protokolls (IPv4). Die Aufgabe dieses Protokolls ist es, für die Vermittlung der Daten im Internet zu sorgen. Dazu muss jedes Gerät, welches auf das Internet zugreift, eine eigene Adresse haben, so wie auch jeder Mensch eine Postanschrift benötigt, um Briefe zu erhalten. Die Paketweiterleitung zwischen Teilnetzen (Routing) ist ebenfalls Aufgabe des Protokolls.
Und warum der Umstieg? Das Internet funktioniert doch.
Ja, es funktioniert, aber die Anzahl der Nutzer steigt mit jedem Tag. Und jeder Nutzer benötigt eine weitere, global eindeutige Adresse. Die werden aber langsam knapp. IPv4 Adressen bestehen aus 4 Blöcken mit bis zu 3 Ziffern, zum Beispiel 192.168.200.1, haben also eine Länge von 32 Bit. Daraus lassen sich theoretisch etwa 4,3 Milliarden einzigartige Adressen kombinieren. Nun haben wir aber schon mehr als 6,5 Milliarden Menschen auf der Welt und noch wesentlich mehr Geräte, die ins Internet wollen.
Die Lösung für dieses Problem heißt IPv6. Dessen Adressen bestehen aus 128 Bit langen, hexadezimalen Zeichenketten, zum Beispiel 2001:0db8:0000:08d3:0000:8a2e:0070:7344. Mit solch langen Adressen sind theoretisch bis zu 340 Sextillionen einzigartige Kombinationen möglich. Das klingt jetzt nichtssagend, ist aber definitiv mehr als genug
Was ändert sich für mich als Anwender? Muss ich etwas tun?
Das ist bis heute leider noch nicht so richtig klar, man findet viele gegensätzliche Aussagen. Die Provider wie z.B. die Deutsche Telekom versprechen, dass alles für den Anwender unbemerkt ablaufen und funktionieren soll. Dazu wird ein sogenannter DualStack Betrieb eingesetzt, es werden also IPv4 und IPv6 gleichzeitig benutzt. Selbst wenn jemand also mit seinem alten Computer mit einer IPv4 Adresse auf einen Server zugreifen will, der IPv6 benutzt, soll das funktionieren.
Außerdem sind Endgeräte mit IPv6 Unterstützung wohl auch noch nicht ganz ausgereift. Ein reibungsloser Betrieb ist m.W.n. derzeit nur mit modifizierten Routern möglich, die mit OpenWRT laufen.
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Das sind erst mal genug Informationen für den Anfang, ich würde mich aber freuen, wenn wir eventuelle Falschaussagen meinerseits korrigieren und dieses Thema nach und nach um wichtige Informationen und Anleitungen ergänzen. Vielen Dank dafür im Voraus.


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